Turbulente Wochen liegen hinter mir – weniger im Außen, aber umso mehr in mir. Ich weine selten, doch diese Woche hat es mich gleich mehrmals erwischt.
Alles begann mit einem spontanen Entschluss: Fasten. Seit Jahren habe ich darüber gesprochen, aber es nie gemacht. Nach der Geburt meines ersten Kindes bekam ich entzündliche Hautstellen, besonders um den Mund. Ich habe vieles ausprobiert – Kosmetik, Nahrungsergänzungsmittel – doch nichts half wirklich. Nun habe ich eine Woche Basenfasten gemacht und ernähre mich weiter anti-entzündlich – ohne Milch, Zucker und Gluten. Und siehe da: Die Haut beginnt sich zu regenerieren. Die Entzündung schuppt sich langsam ab, als würde mein Körper alten Ballast loslassen.
Fasten ist eine echte Erfahrung. Währenddessen hatte ich starke Muskel- und Kopfschmerzen, ein klares Zeichen für Entgiftung. Ich werde dem Thema einen eigenen Newsletter widmen, wenn ich noch mehr Erfahrungen gesammelt habe.
Doch das war nicht der Grund für meine Tränen.
Mein Vater liegt im Sterben. Es geht ihm schon lange schlecht, aber nun ist es ernst. Er empfindet seinen Zustand nicht mehr als lebenswert und möchte palliativ verlegt werden. Ich bereite mich seit Langem darauf vor, aber wenn es soweit ist, fühlt es sich doch ganz anders an.
Und wieder begleitet mich das Thema Alkohol. Sein Leben lang war Alkohol sein Weg, dem Schmerz und der Hilflosigkeit zu entkommen. Nun wird er auch sein Ende bedeuten. Er hat eine fortgeschrittene Leberzirrhose, doch er hört nicht auf zu trinken. Statt noch ein paar Monate ohne Alkohol in Pflege zu leben, möchte er alle Maßnahmen einstellen und weitermachen wie gewohnt.
Ich habe mir immer gewünscht, dass er sich selbst und seine Gesundheit mehr in den Vordergrund stellt. Nun bleibt mir nur, seine Entscheidung zu akzeptieren.
Als wäre das nicht genug, wurde ich diese Woche von einer vermeintlichen Freundin tief enttäuscht. Vielleicht hat es mich besonders getroffen, weil ich emotional ohnehin angreifbarer bin.
Ich habe einen wunderbaren Freundeskreis, der größtenteils aus meiner Grundschulzeit stammt. Doch im Alltag sehen wir uns selten – jeder hat Familie, Job, Verpflichtungen. Umso glücklicher war ich, in unserem neuen Wohnort eine neue Freundschaft gefunden zu haben. Ein Jahr lang glaubte ich, eine Verbindung aufzubauen, die auf Gegenseitigkeit beruhte. Unsere Kinder waren befreundet, unsere Männer verstanden sich – es fühlte sich richtig an.
Doch über den Winter wurde der Kontakt seltener. Als ich nachfragte, kam erst Ausflüchte – dann die Wahrheit: Sie möchte keine intensive Freundschaft. Meine Einladungen für Spielplatz-Treffen oder gemeinsame Nachmittage seien ihr „zu viel“. Stattdessen schlug sie vor, sich „im Sommer mal im Biergarten zu treffen“.
Ich war sprachlos. Und ja, es hat wehgetan.
Aber ich akzeptiere es. Manchmal verlaufen Wege eben auseinander.
Dieser Newsletter ist für mich mehr als ein Kanal, um Infos zu teilen. Es ist mein Raum, um Gedanken zu ordnen, Klarheit zu gewinnen und meine Erlebnisse mit dir zu teilen.
Danke, dass du mir zuhörst.
In Verbundenheit,
Deine Anna
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