15 Tage · 15 Minuten – kostenlos starten

Was sich verändert hat – und was geblieben ist

marketing Mar 03, 2026

Ich habe Bali Flow Yoga vor genau zehn Jahren erschaffen.

Nicht mit einem großen Plan.
Nicht mit einer Strategie.

Sondern aus dem tiefen Wunsch heraus, mein Yoga mit anderen Menschen zu teilen.

Damals war ich einfach nur erfüllt von dem, was Yoga mit mir gemacht hat.
Wie es mir geholfen hat.
Und ich habe gespürt, welches Potenzial darin steckt – weit über die Matte hinaus.

Ich wollte diese Leidenschaft weitergeben.
Mehr war es nicht.


Mit der Entstehung dieses Kurses bin ich jedoch in eine Spannung geraten, die viele kennen:
die Balance zwischen Leidenschaft und Geschäftsmodell.

Yoga war für mich ein innerer Weg.
Etwas, das nährt, verbindet und trägt.
Und gleichzeitig stand plötzlich die Frage im Raum:

Wie lässt sich diese Leidenschaft mit dem Wunsch verbinden, davon auch leben zu können?

Leidenschaft und Geldverdienen sind nicht immer leicht zu vereinen –
vor allem im Yoga, wo oft suggeriert wird, wir müssten unser Wissen unentgeltlich teilen,
zum Wohle der Menschheit.

So schön dieser Gedanke ist –
er funktioniert in der Realität nur bedingt.

Im Zuge der Vermarktung meines eigenen Yoga-Kurses bin ich immer tiefer in die Welt des Marketings eingetaucht.
Neugierig. Offen. Lernend.

Vieles davon war Learning by Doing.
Und vor allem: Done by me.

Ich habe nicht abgegeben und gehofft, dass es jemand anderes für mich regelt.
Ich wollte verstehen.
Selbst ausprobieren.
Selbst fühlen, was funktioniert – und was nicht.

(Und ja: An dieser Stelle gäbe es noch eine andere Geschichte.
Spoiler: Sie hat nicht funktioniert.)


Aus genau diesem Wissen heraus ist irgendwann etwas Neues entstanden:
meine Marketing-Begleitung für andere Yogalehrerinnen – The Digital Yogi.

Nicht aus einem Businessplan heraus.
Sondern aus eigener Erfahrung und aus Fehlern.

Seit einigen Jahren bin ich – familiär bedingt – etwas aus diesem aktiven Tun herausgetreten.
Jetzt habe ich begonnen, meine Erkenntnisse neu zu sortieren.

Dabei habe ich mir eine einfache, aber nicht ganz leichte Frage gestellt:

Was ist in meiner Sicht auf Yoga, auf Marketing und auf meine Leidenschaft gleich geblieben –
und was hat sich verändert?


Was sich nicht verändert hat

Der Wunsch nach Orientierung.
Nach Tiefe.
Nach einem klaren inneren Kompass.

Menschen stehen an ganz unterschiedlichen Punkten:
körperlich, emotional, energetisch.

Und genau das bestimmt den Weg, den wir gemeinsam gehen.

Ich habe immer mehr daran geglaubt – und tue es heute mehr denn je:
Ausrichtung ist wichtiger als Technik.
Haltung wichtiger als Methode.

Lange Zeit ging es darum, Techniken zu lernen.
Dann darum, Strukturen zu verstehen.

Heute geht es um etwas anderes:
darum, eine eigene Haltung zu entwickeln.

Natürlich gibt es heute unzählige Tools.
Pläne.
Programme.
Sogar KI kann inzwischen Strukturen bauen, Abläufe planen, Inhalte generieren.

Was sie nicht kann:
deine Sicht auf die Welt ersetzen.
deine Erfahrung.
deine Art, Dinge zu fühlen, zu deuten, weiterzugeben.

Wenn wir das nicht teilen, entsteht etwas Glattes.
Etwas Austauschbares.

Wir bewegen uns – nicht nur im Yoga – von
Technik → Struktur → echter Unterscheidbarkeit.

Die Frage ist nicht mehr:
„Habe ich einen Plan?“

Sondern:
„Spürt man, wofür ich stehe?“


Was schwieriger geworden ist

1. Die Überfülle

Es gibt heute Yoga überall.
Impulse, Übungen, Routinen, Challenges.

Wertvolle Inhalte sind kein seltenes Gut mehr.
Sie sind der Standard.

Es geht nicht darum, immer noch mehr zu machen.
Sondern darum, einen eigenen Blick zu entwickeln.

 

Nicht alles weiterzugeben, was möglich wäre.
Sondern das, was sich für mich stimmig anfühlt.


2. Das Vorführen von Authentizität

Irgendwann wurde „authentisch sein“ zu einer Strategie.

Alles teilen.
Jede Emotion zeigen.
Jeden Zweifel öffentlich machen.

Nähe ist wertvoll.
Aber sie ist kein Zwang.

Nicht jede Tiefe muss sichtbar sein, um echt zu sein.


3. Der permanente Druck, sichtbar zu sein

Schneller.
Häufiger.
Lauter.

Ich habe viele Menschen gesehen, die ausgebrannt sind –
nicht weil sie zu wenig gegeben haben,
sondern weil sie sich ständig gezeigt haben, ohne klar zu wissen, warum.

Wenn du mit deiner Arbeit Menschen begleiten möchtest,
musst du kein Spiel spielen, das dich erschöpft.

Du darfst dein eigenes Tempo wählen.
Deine eigene Form.


Vielleicht ist genau das die Essenz von Bali Flow Yoga –
und später auch von The Digital Yogi gewesen:

Nicht noch mehr zu tun.
Sondern bewusster zu wählen.

Ich bin dankbar, dass du Teil dieses Weges bist.

 

Von Herzen
Anna

Close

Starte deine 15 Tage Yoga Challenge

Täglich 15 Minuten Yoga direkt in dein Postfach – perfekt, um meinen Stil kennenzulernen und Yoga entspannt in deinen Alltag zu integrieren.